PHP-Version 5.6 und 7.0 Supportende | Umstellung auf neue PHP-Version in Plesk

In Kürze laufen die alteingesessenen PHP-Versionen 5.6 und 7.0 aus. Damit ist wie bei den Vorgängerversionen nun Schluss mit neuen Sicherheitsupdates oder gar Funktionupdates. Webseiten die zu diesem Zeitpunkt noch nicht auf einer aktuellen PHP-Version laufen werden großen Risiken ausgesetzt. 

  • Durch Sicherheitslücken können Viren und Malware auf dem Server platziert werden
  • Erkennt Google auf den Webseiten Viren oder Malware markiert er diese und warnt Besucher und rankt diese vermutlich auch niedriger
  • Durch diverse Warnungen verliert man Besucher und somit potenzielle Kunden
  • „Rufschädigung“
  • Es können sensible Daten von der Webseite gestohlen werden, z. B. Verteilerlisten, Zugänge, persönliche Daten etc.
  • Durch Viren können Besucher infiziert werden (Cross-Site-Scripting, kurz XSS)

Letztendlich sind das nur ein paar negative Folgen dieser fahrlässigen Handlung. Es ist im Prinzip so zu verstehen wie einst bei Windows XP, Vista oder bald Windows 7. Ohne Sicherheitsupdates nützen keine Sicherheitsmaßnahmen etwas, denn:

Eine Sicherheitstür in einen morschen Türrahmen zu verbauen macht wenig Sinn!

Außerdem profitiert man in aktuellen PHP-Versionen nicht nur von neuen Sicherheitsupdates, sondern auch von zahlreichen neuen Funktionen (opCache, etc.) und wesentlich mehr Performance. Dazu finden Sie ausführliche Tests unter folgender Webseite: https://kinsta.com/blog/php-7-hhvm-benchmarks/

Unter folgender Grafik finden Sie eine Übersicht über die verschiedenen Lifetime-Cycles:

Im folgenden möchte ich euch kurz zeigen wie man die PHP-Version direkt in Plesk anpasst. Natürlich müssen unter Umständen auch Veränderungen an der Webseite gemacht werden, insbesondere wenn WordPress, Joomla, etc. benutzt werden. In den meisten Fällen funktioniert so eine Umstellung jedoch recht simpel. Negative Erfahrungen habe ich hingegen bei xtCommerce gesammelt, aber hier waren die neuen PHP-Versionen eben nicht mehr unterstützt.

Meldet euch nun zuerst in Plesk an und wechselt in eure Website/Domain-Einstellungen. Klickt hier nun anschließend auf „PHP-Einstellungen“. Bitte beachtet, dass es je nach Hoster auch einen anderen Weg geben kann, bzw. die PHP-Version über ein externes Kundenmenü oder durch den Support eingestellt werden muss. 

Hier könnt Ihr nun bequem per DropDown zwischen den einzelnen Versionen wählen. Sollte eine Webseite nicht reibungslos in der neusten Version laufen, habt Ihr entweder die Möglichkeit die Fehler zu beheben oder Ihr testet die vorherige Version, welche trotzdem neuer als 7.0 ist, z. B. 7.1. Somit habt Ihr noch ein wenig Zeit gewonnen, letztlich muss jedoch geprüft werden woran es scheitert, da früher oder später umgestellt werden muss.

Nach der Umstellung dauert es in der Regel ein paar Sekunden bis der Webserver wieder aktiv ist und die Webseite erreichbar ist. Hier gilt es nun alle Funktionen zu testen, v. a. Formulare, Anmeldungen, etc. Auch können einzelne Feautres einer neuen PHP-Version Probleme verursachen, z. B. opCache etc. diese können in der Regel auch separiert deaktiviert werden für’s Troubleshooting.

Fazit

Mit einer neuen PHP-Version ist man somit nicht nur sicher, sondern auch sehr viel schneller und performanter, was sich schließlich auf das Ranking und die Usability auswirkt. Somit kann man mit einer neuen PHP-Version nur gewinnen. Häufig verlangen Hoster sogar zusätzliche Gebühren für ältere PHP-Versionen. Sollten bei einer Umstellung Unklarheiten oder Probleme auftreten, können Sie sich natürlich gerne an mich wenden.

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